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  Projektarchiv
STEINE ROLLEN
 
Über die Liebe, das Fremde und die Andern.
Fugen und Mysterien an einem Hochzeitstag in Goldau.

 
5./ 6. / 7. April 2013,
„TheaterFalle“ Gundeldingerfeld, Basel

 
"Ein Junge liebt ein Mädchen, dieses hat sich einen anderen erwählt..."

 
Die Dramatik aus jenem Gedicht spielt auch in die Handlung von "Steine rollen" hinein. In der von unserer Produzentin und Regisseurin Rita Bachmann geschaffenen Geschichte geht es um unerfüllte Liebe, um gesellschaftliche Erwartungen und um rollende Steine in vielerlei Hinsicht.
 
Die Ouvertüre des Stücks versetzt die Zuschauer in eine kleine Wohnung in Zürich. Im Licht der Morgendämmerung liegt ein Paar friedlich schlafend im Bett als plötzlich heftig geklingelt und an die Tür geklopft wird. "Polizei, ... POLIZEI!" Die Beamten nehmen Olea mit und Jan steht im Raum, kann nichts unternehmen und muss zusehen, wie ihm seine Geliebte entrissen wird. Für eine kurze Umarmung ist noch Zeit, dann ist sie für immer fort.



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Fotos: Rüdiger Huberich & Andreas Vogel

 
Szenenwechsel. Wieder ein Morgen, wieder ein Paar im Bett. Maria sitzt auf der Bettkante. Was für ein eigenartiger Traum das war. Doch Heute sollte Maria Georg heiraten, der noch immer schläft. Maria jedoch ist nicht nach Hochzeit zumute. Sie hat sich in einen anderen verliebt, in Jan, den sie einige Wochen zuvor kennen gelernt hat. Doch das merkt keiner.



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Fotos: Rüdiger Huberich & Andreas Vogel

 
Die Vorbereitungen fürs grosse Fest laufen. Alle freuen sich, präsentieren sich, stolzieren umher wie fette Karpfen im Teich. Dass langsam ein Gewitter aufzieht beunruhigt sie nicht. Maria findet einzig in ihrer besten Freundin Agnes eine verständnisvolle Zuhörerin. Ihr Vater, von dem sie sich ebenfalls Verständnis erhofft, weigert sich, die Hochzeitsvorbereitungen abzubrechen. Da die Vermählung von Maria mit dem Geschäftspartner ihres Vaters beträchtliche wirtschaftliche Vorteile bringen würde und zahlreiche Arbeitsstellen davon abhängen willigt Maria schliesslich ein, Georg wie geplant zu heiraten. Bevor es jedoch dazu kommt, möchte sie Jan ein letztes Mal sehen.



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Fotos: Rüdiger Huberich & Andreas Vogel

 
Jan arbeitet als Sozialarbeiter im lokalen Asylantenzentrum wo in diesem Moment die Lage zwischen den Asylanten und einer Gruppe von Rechtsextremen eskaliert. Zuvor wurde im Asylantenheim Feuer gelegt. Die Täter drohen mit weiteren Gewaltakten gegen die Asylanten und alle, die auf deren Seite stehen. Nach diesem Vorfall verschwindet Jan.



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Fotos: Rüdiger Huberich & Andreas Vogel

 
Maria ist auf der Suche nach Jan und irrt im Geröllfeld des Bergsturzes von Goldau umher. Das Unwetter, welches sich seit dem Morgen angekündigt hat, ist nun schon sehr nah. Die ersten Tropfen fallen, Blitze zucken und tiefes Donnergrollen hallt von den Berghängen wider. Der Regen wird heftiger und der Himmel dunkler. Da. Mit einem Mal sieht Maria Jan im Licht eines Blitzes vor sich. Er führt sie zu einer alten Höhle, wo sie vor dem Unwetter Schutz finden.



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Fotos: Rüdiger Huberich & Andreas Vogel

 
Kaum in der Höhle angelangt, schüttet eine Gerölllawine deren Eingang zu. Jan und Maria sind eingeschlossen. Panik überkommt sie. Jan will Maria beruhigen und holt sie zu sich unter die Wolldecke, die er in weiser Voraussicht in die Grotte gebracht hat. Die beiden erinnern sich an ihre erste begegnung am Bahnhof in Zürich als alles mit einem Kaffee angefangen hatte. Doch letztlich bleibt es nur eine Erinnerung. Die Höhle hält sie gefangen und Maria erzählt Jan von ihrem Traum. Aufgelöst und traurig erzählt Jan seine Geschichte und es wird klar, dass Marias Traum keine reine Fiktion war sondern ein Tragischer Vorfall, von dem sich Jan sich erst seit seiner Begegnung mit Maria erholen kann.



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Fotos: Rüdiger Huberich & Andreas Vogel

 
Es wird langsam dunkler in der Höhle, die Batterien der Taschenlampe gehen aus und kurze Zeit später herrscht vollkommene Dunkelheit.



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Fotos: Rüdiger Huberich & Andreas Vogel

 
Das Ende der Geschichte ist offen: "S gid Lüt, die säge, sie heige ghört, es sig es Päärli us em Felssturz grettet worde und glücklich, Hand in Hand us em Tal wegzoge. Anderi säged, s Schicksal vo dr Maria und vom Jan sig tragisch gsii und sie sige i de Stei umcho. … Wenn dr mich fröged, mir gfallt die erscht Variante besser."