Zurück zum
  Projektarchiv
„DAS BAD DER KÖNIGINNEN
 

10./ 11. / 12. April 2015, „TheaterFalle“ Gundeldingerfeld, Basel

 
Es lebten einst drei Königinnen. Sie waren schön, jung und reich. Sie liebten das Leben und trafen sich jedes Jahr in einem vornehmen Bad, um Wellness zu geniessen und natürlich um gesehen zu werden. Und jede wollte besser, klüger und schöner sein als alle anderen und ihre Unterhaltung lieg etwa so ab:

 

Sagte die eine: "Mein Reich geht bis ans Ende von China."

 

Prahlte die andere: "Ich besitze die besten Pferde der Welt."

 

Und die Dritte: "Ich bin schöner als der Frühling!"

 

Und wieder die eine: "Ich bin so gescheit, dass ich immer mit Euch streiten möchte."

 

Die andere: "Ich kann musizieren, dass die Menschen schweigen, wenn sie meine Stimme hören."

 

Und die andere: "Ich bringe mit meinen ausgefallenen Ideen die ganze Welt zum Lachen."

 

Und die nächste: "Mein Handy kann zu mir zurückfliegen, denn ich habe mir einen Chip einbauen lassen."

 

Darauf die beiden anderen: "Zeig ihn uns, wo hast du das her, wir möchten auch."


Zur Bildergalerie ...
Fotos: Rüdiger Huberich & Beat Oberholzer

 
Die Königinnen hatten alles, was sie sich wünschen konnten, nur eines fehlte: Ein Traummann, mit dem sie ihr Leben teilen konnten. Im Bad sind derweil drei Männer daran, Börsenkurse zu vergleichen, über das Business und den Erfolg zu diskutieren und - falls sich die Gelegenheit ergibt - die eine oder andere Frau aufzureissen. Als sie den drei Königinnen begegnen "checken" sie es zu Beginn gar nicht richtig, da wie viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind doch dann entwickelt sich ein schönes Spiel der Liebe, Zuneigung und Bewunderung zwischen den Frauen und Männern.


Zur Bildergalerie ...
Fotos: Rüdiger Huberich & Beat Oberholzer

 

Doch so leicht, machen es die Frauen ihren Männern nicht. Liebe will getestet sein und so erzählen die Frauen aus ihren Leben Geschichten, die sie geprägt haben:

 

Samantha's Eltern haben sich früh getrennt. Ihr strenger Vater ist berufsbedingt an einen neuen Ort gezogen, der ihr und ihrem Bruder aber gar nicht gefällt. Und so beschliessen die Geschwister auszureissen. Im dunklen Wald verirrt treffen sie auf eine Waldfee, die ihnen den Weg zu einem verzauberten Schloss zeigt.


Zur Bildergalerie ...
Fotos: Rüdiger Huberich & Beat Oberholzer

 

Jessica verbringt mit ihren Eltern und ihrer Schwester lange Ferien in Spanien. Doch eigentlich können sich die Eltern diese Ferien nicht leisten, da sie total pleite sind und so schmieden sie den Plan, Jessica als Model gross rauszubringen und das Geld selbst einzusacken. Doch die beiden Mädchen bekommen das mit und beschliessen, dem zuvorzukommen und selbst reich zu werden.


Zur Bildergalerie ...
Fotos: Rüdiger Huberich & Beat Oberholzer

 

Die Eltern von Gloria und Boris sind so arm, dass sie die beiden Geschwister schweren Herzens als Verdingkinder abgeben müssen. Harte, unmenschliche Arbeitsbedingungen erwarten die beiden bis sie eines Tages durch Zufall auf einen Sack mit Gold stossen mit dem sie abhauen und sich ihr eigenes Leben leisten können.


Zur Bildergalerie ...
Fotos: Rüdiger Huberich & Beat Oberholzer

 

Von diesen Geschichen sehr beeindruckt, begehren die Männer ihre Frauen aber nur umso mehr. Doch auch einer der Männer - Phillip - hat eine Geschichte zu erzählen. Es ist die Geschichte von Giselle:

 

Phillip freut sich sehr, in Giselle endlich eine Frau gefunden zu haben, mit der er bis ans Ende seines Lebens zusammen sein will und die ihn ehrlich und aufrichtig liebt. Voller Spannung und Herzklopfen erwartet das Paar den Abend, an dem Phillip Giselle seinen Eltern vorstellen kann, denn Vater Vossberg - ein erfolgreicher Psychologe der alten Schule - ist ein strenger Mann mit konservativen Wertvorstellungen und Prinzipen, der ganz klare Vorstellungen davon hat, welche Frau für seinen Sohn in Frage kommt.


Zur Bildergalerie ...
Fotos: Rüdiger Huberich & Beat Oberholzer

 

Dann ist es soweit, Phillip und Giselle treffen Pascal und Anna Vossberg in deren vornehmem Haus zum Abendessen. Dann kommt es aber, wie es keiner hätte kommen sehen. Vater Vossberg erkennt in Giselle eine seiner ehemaligen Patientinnen oder sollte man besser sagen, einen seiner Patienten? Denn damals hiess Giselle noch Max. Als Phillip dies von seinem Vater erfährt, hält er die Geschichte für eine Finte, mit der er Phillip und Giselle trennen möchte. Doch als Phillip die Wahrheit erkennt, schlägt Ungläubigkeit in Frust, Trauer und Wut um. In einer letzten Begegnung trennt er sich von Giselle und beide gehen ihre Wege.


Zur Bildergalerie ...
Fotos: Rüdiger Huberich & Beat Oberholzer

 

Wieder zurück im Bad, in der Gegenwart, schliesst sich der Kreis. Einer Postkarte von Giselle zufolge, hat diese ihr Glück in Paris gefunden. Schliesslich ist es dann soweit. Die Männer machen ihren Frauen ihre Heiratsanträge - und werden nicht angelehnt.


Zur Bildergalerie ...
Fotos: Rüdiger Huberich & Beat Oberholzer