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  Projektarchiv
STILLE STRASSE
 
Ein Krimi des th2 theaters Basel
nach einer Geschichte von Rita Bachmann

 
1./ 2. / 3. April 2016,
„TheaterFalle“ Gundeldingerfeld, Basel

 
 
"Jeder ist ein Mond und hat dunkle Seiten,
die er niemandem zeigt."

- Mark Twain -

 
Ein romantisches Haus in der Altstadt? Eine stilvolle Wohnung in einer ruhigen Vorstadt? In einer hübschen, stillen Strasse zu leben, ist der Traum vieler Menschen. Doch gerade dieser sorgsam gehütete Friede, die vordergründige Freundlichkeit und Höflichkeit lässt das Böse im Schatten gedeihen. Die stille Strasse wird zum perfekten Ort für ein Verbrechen.

 
Die Waffennärrin Dora Wyss lebt alleine in der Stillen Strasse in einer hübschen Attika-Wohnung. Vor einem Jahr hat sich ihr Mann Albert unsterblich in die bildhübsche Nachbarin und Schmuckhändlerin Olga Biscaya verliebt. Als ihn diese dann aber hat sitzen lassen, war das zuviel für Albert. Er hat sich im nahe gelegenen See ertränkt. Seither lebt Dora Wyss allein. Sie fürchtet sich vor dem ausländischen Gesindel, das sich immer mehr in den Strassen der Stadt herumtreibt. Deshalb hat sie sich ein Schmuckstück von einer Pistole zugelegt. Doch kurz darauf wurde ihr diese Waffe aus der Wohnung gestohlen.



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Fotos: Martin Bachmann & Andreas Vogel

 
An einem heissen Mittag schlendern Olga und ihr neuer Verlobter Florian die Stille Strasse hinauf, um sich auf lustvolle Weise die Mittagspause zu vertreiben. Doch der Mittag ist nur kurz und Florian muss um 13 Uhr wieder im Geschäft sein. Nach seinem Verschwinden räkelt sich Olga noch etwas im Bett. Plötzlich taucht eine schwarze Gestalt auf und erschiesst die hübsche Russin in ihrem Schlafzimmer.



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Fotos: Martin Bachmann & Andreas Vogel

 
Die polizeilichen Ermittlungen beginnen. Der junge Kommissar Fred Sutter sichert den Tatort als Carol Steiner, die leitende Ermittlerin in diesem Fall hinzustösst. Während ihr Chef in den Ferien in der Sonne liegt, beginnt für Carol und Fred eine knifflige Ermittlung. Denn als Verdächtige kommen fast alle Bewohner der stillen Strasse in Frage und auch das Motiv für den Mord ist unklar, da nichts gestolen wurde.
Durch die Aussage von Dory Wyss, der einzigen Zeugin, die die Schüsse gehört hat und eine schwarze Gestalt den Tatort hat verlassen sehen, richten die Ermittler ihr Augenmerk auf Florian Egger, den Verlobten von Olga Biscaya.



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Fotos: Martin Bachmann & Andreas Vogel

 
Floran Egger wird von Fred aufs Revier geholt. Er berichtet von den vielen Verehrern, die Olga in der Strasse hatte und erzählt von einem Strassenfest anlässlich des Geburtstags von Luis Fernandez, der ebenfalls in der Strasse wohnt. Er beschreibt Olgas glamourösen Auftritt am Fest, berichtet von den Gästen und auch vom hefitgen Streit der beiden spanischen Brüder Luis und Juan. Doch Florian hat jemand ganz anderen im Verdacht und beschuldigt die Polizei, ihre Arbeit nicht ordentlich zu machen. Als die Polizisten sich jedoch nicht in ihrer Arbeit beirren lassen, verlässt Florian aufgewühlt und wütend das Polizeirevier.



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Fotos: Martin Bachmann & Andreas Vogel

 
Florian stattet Michelle Dumont auf eigene Faust einen Besuch ab. Bevor er sich in Olga verliebt hat, hatte Florian ein flüchtiges Verhältnis mit der viel jüngeren Michelle, die noch immer in Florian verliebt ist. Er hat Michelle im Verdacht, sich an Olga gerächt zu haben. Die Situation eskaliert und nur das Einschreiten der Polizei verhindert Schlimmeres. Die Polizei erklärt Florian, dass Michelle den Mord nicht begangen haben kann, da sie ein stichhaltiges Alibi für die Tatzeit hat.



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Fotos: Martin Bachmann & Andreas Vogel

 
Es ist spät am Abend als Carol und Fred ein Zwischenfazit ihrer Ermittlungen ziehen. Einige der Verdächtigen haben ein Alibi oder scheiden aus anderen Gründen als Mörder aus. Als letzter noch nicht verhörter Verdächtiger steht Luis auf der Liste, der sich - falls er den Mord tatsächlich begangen hat - in Spanien bei seiner Mutter aufhalten könnte.



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Fotos: Martin Bachmann & Andreas Vogel

 
Die Zeit wird um einige Wochen zurückgedreht. Michelle Dumont studiert Kunstgeschichte in Madrid und verdient sich etwas Geld, indem sie Kunstführungen für deutsche Touristen im Museo del Prado anbietet.
Im Anschluss an eine dieser Führungen lernt Michelle Juan vor dem Bild "Die Verkündigung" von El Greco kennen. Angetan vom grünen Gewand des Engels und dem Bild im Allgemeinen kommen die beiden ins Gespräch und ins Flirten. Es stellt sich heraus, dass sie beide einst in der stillen Strasse gewohnt haben. Sie verabreden, sich bald wieder zu treffen.



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Fotos: Martin Bachmann & Andreas Vogel

 
Michelle und Juan verlieben sich und träumen davon, nach New York zu reisen, um dort weiter zu studieren. Dafür benötigen sie Geld, das sie sich durch einen Einbruch bei der Juwelierin Olga Biscaya beschaffen wollen. Also schmieden sie einen Plan und Michelle besorgt Juan, der den Einbruch ausführen soll, eine Waffe bei Dora Wyss.



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Fotos: Martin Bachmann & Andreas Vogel

 
Ein erneuter Zeitsprung. Im Radio war vom Einbruch bei Olga Biscaya zu hören. Michelle und Juan treffen sich im Park in Madrid. Juan ist aufgelöst. Der Mord an Olga war nicht geplant und die Schuld nagt am jungen Spanier. Er erwägt, sich der Polizei zu stellen, doch Michelle tröstet ihn. Sie trinken San Miguel und essen einige Bissen Jamon. Danach lässt Michelle den immer noch traurigen Juan im Park zurück, wo Juan kurz darauf vergiftet zusammensinkt und stirbt.



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Fotos: Martin Bachmann & Andreas Vogel

 
Nur wenig später klingelt das Telefon bei Familie Fernandez in Madrid. Luis ist nach dem Tod seines Bruders Juan zu seiner Mutter gereist, um sie zu trösten und den Mörder zu rächen. Luis berichtet Kommissar Fred Sutter von Juan's Tod und verspricht ihm interessante Informationen im Zusammenhang mit dem Tod von Olga Biscaya, wenn Carol und Fred nach Madrid kommen.



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Im Museo del Prado kommt es schliesslich zum Showdown zwischen der Kommissarin und Michelle.
Das Museum ist geschlossen. Carol und Michelle stehen vor dem Bild von El Greco. Gerüstet mit den Informationen von Luis weiss Carol nun, wie sich der Mord an Olga Biscaya zugetragen hat und dass Michelle Juan nur aus einem Grund zum Einbruch in der stillen Strasse angestiftet hat: Eifersucht. Michelle wollte Florian Egger, den sie noch immer liebte, wieder für sich haben. Deshalb musste sie Olga beiseite schaffen. Sie vergiftete Juan, weil sie befürchten musste, dass sie dieser bei der Polizei verraten würde.



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Fotos: Martin Bachmann & Andreas Vogel

 
Das Stück endet so ruhig, wie es begonnen hat. Ohne Tumult, ohne grossen Polizeieinsatz und ohne Klamauk:
"Michelle Dumont, sie sind verhaftet."
 
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